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Alles oder Nichts
von
René Harder
UA
20. Juni 2009 auf dem Untermarkt von Görlitz
aktuelle
Spieltermine

Der erste Religionskrieg kurz nach Luthers Tod, der Schmalkaldische 1547,
bildet den historischen Hintergrund für die
überlieferten dramatischen Ereignisse vom Ende
des „alten Görlitz“. Görlitz ist zu dieser
Zeit reformiert, abgesehen von wenigen
Ratsfamilien. Als Nebenlande ist Görlitz mit
der Oberlausitz aber dem böhmischen König
Ferdinand untertan, der als Bruder Kaiser Karl
V. einer der Hauptakteure im Feldzug gegen den
neuen Glauben ist. In dieser Situation tritt die
alte Führungsriege in Görlitz die Macht an
einen jungen Mann ab: Jakob Rös ler, erst 33
Jahre, gilt als weißes Blatt. Politisch bisher
nicht in Erscheinung getreten, gilt er sowohl
dem katholischen König als auch den
reformierten Görlitzern vermittelbar. Rösler
ist jung, verspielt und ehrgeizig. Er sucht
nicht nur das Wohl der Gemeinschaft, sondern
auch sein eigenes Glück. Er lässt sich
entgegen aller Bedenken in eine unkonventionelle
poetische Liebe ein, die er sich als
mächtigster Mann in der Stadt erlauben zu
können glaubt. Im Verlauf der politischen wie
kriegerischen Auseinandersetzung wird er
zwischen den Fronten aber schnell zermalen. An
dem Punkt, an dem er merkt, dass er ein
Spielball mächtiger Strippenzieher ist und sich
zurück ziehen will, verdammt ihn König
Ferdinand, erstarkt durch einen Sieg auf dem
Schlachtfeld bei Mühlberg, zu einer weiteren
Amtszeit. König Ferdinand hat sich die
Ereignisse zu nutzen gemacht, um seine Macht zu
zentralisieren und die stolzen Städte der
Oberlausitz ihrer Freiheiten, wie der freien
Ratswahl, zu berauben. Der Jugendtraum Röslers,
Bürgermeister der schönsten Stadt der Welt zu
sein, wird nach dem "Pönfall", wie
die Ereignisse in den Geschichtsbüchern
überschrieben werden, zur großen Strafe.
Musikalische
Leitung:
Lancelot Fuhry
Inszenierung:
René Harder
Statisterie :
Dieter Liebig
Ausstattung:
Karen Hilde Fries
Dramaturgie:
Sebastian Ritschel/Ronny Scholz
Inspizientin:
Ursula Bauer
Souffleuse:
Jutta Hedwig
Choreinstudierung:
Lancelot Fuhry
Regieassistenz:
Benjamin Bley
Hospitanz
Franziska Striegler
Musikalische Einstudierung:
Olga Drybas/Yukiko Horiuchi
Jakob
Rösler
Dominik Schiefner
Apollonia Rösler
Barbara Siegel
Herzog Friedrich III.
Richard Schnell
Antonius Teichmann
Philip Schlomm
Franz Schneider
Thomas Dehler
Wendel Roßkopf
Dieter Jaßlauk
Katharina Feuerbach
Kathrin Osterode
Margarethe Rosenhain
Simone Henn
Hans Feuerbach
Stefan Bley
Bartel Schulz
Marika Brauer/ Björn Rothenburger/
Leonie Siegel
Joachim Frenzel
Hans-Peter Struppe
Turmwächter
Gode Japs
Wolff Christof von Lichtenstein
Dr. Michael Wieler/Volker Richter
Magd Rosine
Julia Boegershausen/
Julia Höppner/Juliane Böttger
Magd Corona
Hannelore Jeremias/ Regina Weiss,/
Ingeborg Liebelt,Gudrun Töpfer
Magd Magdalene
Martina Hübner,/Anika Ladisch/
Christiane
Eichler
Magd Barbara
Ramona Rothenburger/ Michaela Topa/
Katrin Boyle
Magd Dorothea
Silviana Ursu/
Anke Hallmann
Hase
Rudolf Trommer
Maximilian
Mark Winkler/Daniel Geißler
Anna von Böhmen
Prof. Jutta Blin/Claudia Meusel
Mertin Schmidt
Thomas Hentschel/Volker Richter
Ratsknecht Valentin
Mike Nelde/Mike Schreiber
Ratsknecht Georg
Daniel Geißler/Matthias Beier
Söldner Karl
Karl-Heinz Krauss/Andre Pratsch
Katholikinnen/Zwischenruferin
Iris Schulz/Renate Beier/Barbara
Pinkert/
Simone
Pinkert/Ilona Wiedemann
Offizier bei Maximilian
Manfred Dahms
Knechte,
Ratsherren, Diener, Söldner, Gefolgsleute,
Gefolgsfrauen, Träger, Akteure für Festumzug,
Schülerchöre, Mägde, Bettler, Bogenschützen,
Feuerschlucker, Gaugkler
dargestellt vom Chor und Extrachor des
Theaters Görlitz und
von Görlitzer Bürgerinnen und Bürgern und
Kindern
Neue Lausitzer Philharmonie
(Fotomotiv:
Rathaus von Görlitz am Untermarkt. Foto: R. Harder)
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